Schloss-Café in SeeburgSüße Sünden und mehr

VON MARGIT BOECKH, 24.08.12, 19:25h, aktualisiert 24.08.12, 19:40h

Schloss-Café Seeburg

 

Wasser und Wellen davor, ein Schloss mit Rapunzelturm dahinter - das Schloss-Café liegt einzigartig romantisch. (FOTO: MARGIT BOECKH)

 

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HALLE (SAALE)/MZ. Lage, Lage, Lage! Das Erfolgsmantra der Immobilienbranche können die Betreiber des Schloss-Cafés in Seeburg lächelnd überhören. Denn was, bitte schön, sollte die Lage ihres Bistro-Restaurants toppen? Drei Quadratkilometer wellenbewegte Wasserweite im Blick, die tausendjährige Geschichte eines märchenhaften Schlosses nebenan. Wer hier einkehrt, kann zum Kulinarischen eine geballte Ladung Romanik (Schloss Seeburg ist eines der Highlights an der Touristikroute) und Romantik dazu genießen. Wenn man da noch einen dieser unglaublich rot-lila glühenden Sonnenuntergänge überm Süßen See erwischt - mehr südländisches Flair ist jenseits der Alpen wohl nicht so oft zu finden.
 

mediterranes Ambiente am Süßen See

Toskana? Gardasee? Beides falsch. Auch am Süßen See, dem Blauen Auge des Mansfelder Landes, gibt es mediterranes Ambiente. (FOTO: MARGIT BOECKH)

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Ganz klar: Die beiden jungen Gastro-Experten Christian Zerban und Alexander Mönch haben den richtigen Riecher gehabt, als sie vor drei Jahren dieses Lokal übernahmen. Einschlägige Erfahrungen mit dem Potenzial der "Lage" hatten sie da schon im benachbarten Sauna-Dom machen können. Denn die Gäste des Wellness-Tempels wussten das zusätzliche leibliche Verwöhn-Programm aus der natürlich passend leicht gehaltenen Küche zu schätzen.

Mit dieser Gewissheit machten die Beiden aus dem schlichten Brause-Bier-Bockwurst-Kiosk am Schloss einen gastronomischen Fixpunkt. Der hat sich nun als "Schloss-Café Seeburg" zur geschätzten Einkehrstätte am "blauen Auge des Mansfelder Landes" gemausert.

Beim Angebot an Speisen und Getränken gibt es nichts Überladenes, keine x-fachen Steakvarianten. Dafür eine überschau- und somit auch frisch zubereitbare Auswahl an Salaten und anderen leichten Gerichten, an Fleisch und Fisch. Auch an Weinen. Die kommen durchweg vom Winzer gleich übern Schlosshof. Rainer Strohm baut auf seinem Weingut Schloss Seeburg neben Riesling und Weißburgunder auch Rote an. Die reichhaltige Getränkekarte verzeichnet zudem Berliner Weiße in Grün und Rot sowie Bananen- und Kirschweizen (alle zu 3,50 Euro). Dazu neben etlichen Kaffee-Variationen auch noch ausgesuchte Tees wie Masala Chai und grünen Tee mit Lemonmyrthe. Sieh mal an!

Wir bestellen zum Auftakt Salate, "Jäger" und "Chin Chicken". Beide kommen auf üppig gefüllten Tellern, die gut und gerne für mehr als den kleinen Hunger zwischendurch reichen. Den Jägersalat (9,80 Euro) krönen drei zart sautierte Schweinefilet-Medaillons, umgeben von Pfifferlingen und Champignons. Überraschende Begleitung: leicht angeschwenkte Heidelbeeren. Doch, ja - das geht ganz prima zusammen. Mit erwartet asiatischer Note kommt die Salat-Kreation "Chin Chicken" (8,50 Euro). Sesam, Mandeln dekorieren vielleicht etwas zu mächtige Geflügelstücke (weil als Streifen angekündigt) in Chili-Knoblauch-Sauce. Ergänzt durch knackige Stiftchen von Zucchini, Gurke, Rettich und Möhren-Juliennes samt Orangen-Mango-Vinaigrette. Eine tolle Geschmacksvielfalt!

Die gebratene Forelle (11,90 Euro) zum Hauptgang begleiten die schon vom "Chin Chicken"-Salat bekannten Gemüsestreifchen auf einem Salatbett mit Butterkartoffeln. Fein kross gebraten und sorgsam entgrätet der Fisch, also ohne nervige Teller-Popelei - prima! Aus der schlichten Folienkartoffel (6,90 Euro) zaubert der phantasiebegabter Koch ein glitzerndes Folien-Knallbonbon, das schon beim Aufwickeln Spaß macht. Zur leicht süßlichen Mega-Kartoffel enthält es frisch geschlagene, locker-leichte Creme und Gemüsestreifchen mit einem raffinierten Hauch Leinöl. Ein leicht moussierender Riesling (5 Euro) begleitet die Forelle. Der deutlich gehaltvollere Weißburgunder (4,90 Euro) ist zum Kartoffel-Bonbon vielleicht ein Tick zuviel, aber sei's drum. Ob die Forelle vom nahen Kerner See stammt? Die freundlich-aufmerksame Servierdame verspricht zu fragen, vergisst es aber doch. Schade.

Was die attraktiv angerichteten Speisen nicht nur optisch edel begleitet: In formschönen Designer-Behältnissen kommen schwarzes(!) Salz und Pfeffer auf den Tisch zum Nachwürzen. Machen wir doch gerne - nach unserem Geschmack können die Gerichte so ein bisschen Zusatz-Pep ja auch durchaus vertragen.

Der Nachtisch? Oh, je, der ist so unmittelbar kaum zu schaffen. Willkommene Pause, um mal kurz zum Schloss zu schauen (wo man heiraten und sonstwie feiern sowie im Witwenturm stilvolle Ferienwohnungen mieten kann) und auf die Windsurfer, Segler und Boote draußen auf dem See. Wildenten schaukeln auf den Wellen, Möwen belegen die Planken der Schiffsanleger. Duftige Wolken segeln übern blitzblauen Himmel. Toskana? Gardasee? Warum denn? Bei solch einem perfekten Sommer-Sonnen-Tag mit allem drum und dran quasi vor der Haustür?

Doch Nachtisch muss sein, denn die Patisserie ist die Spezialität der Schloss-Café-Küche. Blaubeeren-Quarktorte (3,20 Euro) und "Seeburger Sturmsack" (4,50 Euro) werden es schließlich. Fluffig-leicht das mächtige Tortenstück aus Magerquark, drei Bisquitböden und den Beeren. Der "Sturmsack" ist natürlich ein Windbeutel im XXL-Format, gefüllt mit frisch geschlagener Sahne, einem Tuff Vanille-Eis und Kirschkompott, eindeutig nicht aus der Dose. Perfekter Abschluss für einen Tag, an dem das Mansfelder Land zum Urlaubssüden wird.

 

 

 

 

 

Mansfeld-Südharz

Küchenchef freut sich auf Topfgucker

 

VON DANIELA KAINZ, 01.04.11, 18:44h, aktualisiert 01.04.11, 19:04h

Christian Zerban und Alexander Mönch (v. l.)

 

Die Gastronomen Christian Zerban und Alexander Mönch (v. l.) gehen mit vielen neuen Ideen in die zweite Saison. (FOTO: JÜRGEN LUKASCHEK)

 

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SEEBURG/MZ. Die Gartenstühle und Tische sind aufgestellt. Die Sonnenschirme stehen bereit. Und auch in der Küche sind alle notwendigen Vorkehrungen getroffen. Dem Saisonstart am Sonnabend im Seeburger Schloss-Café am Süßen See steht nichts mehr im Wege. Selbst das Wetter wird sich laut Meteorologen von seiner besten Seite zeigen. Die Temperaturen sollen bis auf die 20-Grad-Marke klettern. "Das haben wir doch gut bestellt", meint Gastronom Christian Zerban augenzwinkernd. Auf den Ansturm der Ausflügler sei man vorbereitet.

Das zweite Jahr betreibt er mit Kompagnon Alexander Mönch das Schloss-Café mit seinen rund 120 Plätzen unter freiem Himmel und 16 Plätzen im Café. Die beiden Jungs, die im Laufe ihres Berufslebens schon mehrere gastronomische Stationen unter anderem im Restaurant "Stadt Halle" und im Restaurant "Hohenzollern" in Halle zurückgelegt haben, fühlen sich angekommen. "Hier bleiben wir, hier kriegt uns keiner mehr weg", sagt Christian Zerban überzeugt. Die Landschaft und die Leute hätten es ihnen angetan. Hier würde es so viele Möglichkeiten für Touristen geben: Sie könnten rund um den See spazieren, mit dem Rad fahren, Boote ausleihen oder zum Schwimmen gehen.

Küchenchef und Konditor Alexander Mönch will sich ab dieser Saison während der Arbeit direkt über die Schulter schauen lassen. Eine Sommerküche wird derzeit im Garten an der Schlossmauer aufgebaut und voraussichtlich in zwei Wochen in Betrieb genommen.

"Die Gäste können dann mitverfolgen, wie ihre Speisen zubereitet werden", so Alexander Mönch. Mediterranes, raffinierte Grill-Gerichte und hausgemachte Torten sollen auf der Speisekarte stehen. Einen Clou hat sich der Cottbuser in dieser Saison für die Eisbecher ausgedacht. "Wir wollen mit Eis gefüllte Ananas, Kokosnüsse und Melonen servieren", verrät er.

Seine Ideen für neue Kreationen kommen ihm bei der Arbeit. "Und wir hören genau hin, welche Wünsche unsere Gäste äußern", sagt Alexander Mönch. So wird in dieser Saison auch regelmäßig zu Grillabenden mit Spanferkel und Lagerfeuer eingeladen.

Einen guten Kontakt pflegen die Schloss-Café-Betreiber zum Schlosswinzer Rainer Strohm. Sie arbeiten Hand in Hand. "Wir organisieren in diesem Jahr wieder mehrere Weinverkostungen zusammen", erzählt Christian Zerban. Auftakt des Veranstaltungsreigens wird ihm zufolge aber erst einmal ein Oster-Frühstück für die gesamte Familie sein.

  

 

 


16.04.2010
Ressort: ELN

SCHLOSSCAFE

Pächter setzen auf Hausgemachtes

 

SEEBURG/MZ - Die neuen Pächter haben vor einigen Tagen im Schlosscafe am Witwenturm von Schloss Seeburg am Süßen See ihr Domizil bezogen und hoffen nun, dass die Temperaturen bald noch etwas ansteigen werden, damit es draußen gemütlicher wird. Es sind Christian Zerban (links) und Alexander Mönch aus Halle, die übrigens auch den benachbarten Saunadom gastronomisch betreuen. Mönch arbeitete dabei als Koch hinter den Kulissen, während Zerban als Kellner die Gäste bedient. Die beiden Hallenser haben sich in Nachbarschaft der historischen Burgmauern eine Menge vorgenommen und wollen vor allem mit ihrem Kuchen und anderen hausgemachten Speisen punkten. 

Sie hören einen Bericht vom MDR Rundfunk Sachsen Anhalt vom Juni 2011

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